Das Beobachten dient in erster Linie dem Verstehen von Kindern und vermittelt Hinweise darauf, was Kinder wie tun, welche Interessen und Bedürfnisse sie haben und wie sie diese mitteilen und umsetzen.
Die Beobachtung und die Dokumentation der kindlichen Bildungsprozesse dienen der Entwicklung passender Angebote zur pädagogischen Unterstützung kindlicher Bildung. Sie durchzuführen bedeutet, sich auf einzelne Situationen, auf die beteiligten Kinder, auf Prozesse und Abläufe zu konzentrieren, genau hinzusehen und genau hinzuhören.
Um individuelle Entwicklungsprozesse transparent zu machen und um die aktuelle pädagogische Qualität der Bildungsangebote zu beschreiben, sind Beobachtungen und Dokumentationen erforderlich.
Sie bilden den Ausgangspunkt für pädagogisches Handeln und geben Rückmeldung über Ergebnisse, sowie Anstöße für pädagogische Planungen und Umsetzungen.
Um bei dieser Planung jedem Kind gerecht zu werden, arbeiten wir seit Frühjahr 2006 mit Entwicklungsbögen. Diese wurden in Anlehnung an das Entwicklungsgitter von Kipphardt, sowie Studien von Mototherapeuten, Schuldiagnostikern und eigenen pädagogischen Erfahrungen zusammengestellt.
Durch diese Bögen haben die Erzieherinnen die Möglichkeit, den Entwicklungsstand jedes Kindes in den Bereichen – optische und akustische Wahrnehmung , Grob- und Feinmotorik, Sprachentwicklung und Sozialkontakt – optimal festzustellen. Dabei geht es vor allem darum, die individuellen Stärken des Kindes zu erkennen, das Selbstbewusstsein zu stärken und erkennbare Schwächen abzubauen.
Einmal im Jahr werden die Entwicklungsbögen erstellt und in regelmäßigen Abständen reflektiert, kontrolliert, aktualisiert.
Um den Entwicklungsstand jedes Kindes objektiv einschätzen zu können, findet ein regelmäßiger Austausch im Team, sowie mit den Eltern statt.
